Huber Trikot: Werbung unter der Gürtellinie

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Die EURO naht mit riesigen Schritten. Die Folge: Derzeit kann man nicht mal das Keks aufreißen, das einem zum Kaffee gereicht wird, ohne dass man mit dem Thema Fußball zugedröhnt wird. Im Gespräch sagte mir heute ein Werber, Grafiker, ein Branchenversteher und -kenner also, dass das Aussehen von Werbung viel über ein Unternehmen, besser die ihm innewohnende Denke aussagt. Logisch eigentlich! Aber so klar wie heute war mir das eigentlich noch nie. Egal. Derzeit ist also Fußball angesagt. Und jedes dahergelaufene Unternehmen vom Dackdeckermeisterbetrieb, über die Post AG bis zum Lokal um die Ecke oder meinetwegen dem Unterhosenfabrikanten – alle machen in ihrer Werbung auf Fußball. Weil sie müssen. Ist doch schließlich Fußballeuropameisterschaft in wenigen Wochen. Da heißt es kommunikativ "mitfahren" und irgendetwas daherbrabbeln, das mit Fußball zu tun hat, koste es was es wolle.

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Auf der durchaus ansprechenden Homepage von Huber lernt man eine ganze Menge über die Herstellung des edlen Fadens, den handverlesenen Stoffe der neuen Kollektion, der Tradition des Unternehmens, etc. Die derzeit affichierten Plakate sprechen eine andere Sprache wobei mir nicht gänzlich klar ist, ob diese Sujets jetzt einfach "passiert" sind, wie in Unternehmen halt immer wieder mal was passiert oder ob das einfach nur bitterer Ernst ist, was mir da vorgesetzt wird. Ich meine Die Fußballvokabel "an die Latte", "Strafraum", "Freistoß", etc. auf derart plumpe, unwitzige, undurchdachte, derbe, offensichtliche, unsubtile, drittklassige Art umzusetzen, finde ich einfach nur noch peinlich. Sagt uns diese Firma nicht eigentlich ganz was anderes? "Kauft unsere Unterwäsche ihr schwanzgesteuerten Primaten. Ach ja und verpasst euren geistig unterbelichteten und stets willigen Frauen ruhig noch ein paar Freistöße wenn sie aus dem Laden mit der richtigen Unterhose heimkommen." Das zumindest ist meine Leseart. Und ich hasse es wie die Pest, als Adressat solch drittklassig-primitiver Botschaften herhalten zu müssen.

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5 Antworten zu Huber Trikot: Werbung unter der Gürtellinie

  1. Robert Lecker schreibt:

    d’accord! da haben herr und frau huber-werber wohl gedacht, ein bisserl em-feeling mit augenzwinkernder zweideutigkeit zu verbinden und dem unternehmen so ein wenig “pep” zu verleihen – leider ist das ergebnis plump, unkreativ und sexistisch ausgefallen…
    …aber wenigstens sinds mal die männer, die für dumpfen gender-schmäh herhalten müssen und nicht immer nur knapp bekleidete, lasziv dreinschauende frauen :)

  2. Ed Wohlfahrt schreibt:

    auch wieder wahr… damit die sache wenigstens noch ein wenig positiven spin bekommt :) danke fürs reinschauen!

  3. schlagloch schreibt:

    Hallo Eduard!
    Diese Plakate kenne ich sehr gut, wenn ich bei der Heimfahrt abbiege, sehe ich diese Werbung. Um beim Fußball zu bleiben, die rote Karte für Huber.
    Gruss schlagloch.

  4. Markus Pirchner schreibt:

    Es hätte noch schlimmer kommen können (aber vielleicht ist es ja noch nicht zu Ende mit dieser Untergatte-Werbung), z.B. Fetzenlaberl, Gurke, Lattenpendler … oder ähnliches.
    Der einzige Hoffnungsschimmer: Auch diese EM geht vorüber.

  5. Ed Wohlfahrt schreibt:

    also deinen Lattenpendler würde ich mir fast schützen lassen Markus :)

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